Türkische Eindrücke

Marion – Hier sind wir nun, ein paar Tage vor der nächsten Abfahrt in unser zweites Land auf dieser großen Reise, die wir Ende September begonnen haben.
Es war ein schöner Monat, den wir mit Sinans Familie verbracht haben, auch wenn er vor allem durch die Abwesenheit meiner Familie geprägt war, die wir sehr vermissen, und durch den Verlust einer wichtigen Person in meinem Leben und dem meiner Mutter. Es hat mir wirklich bewusst gemacht, wie wichtig es ist, mit unseren Lieben zusammen zu sein und gemeinsam die Entscheidungen, die wir getroffen haben, zu akzeptieren. Auch wenn ich mir dessen schon während meiner verschiedenen Aufenthalte in allen Gegenden der Welt bewusst geworden war, hatte mir meine lange Zeit in Wien erlaubt, diese Art von Situation zu vermeiden.
In diesem Monat haben wir die Gelegenheit genutzt, den Sommer so lange wie möglich zu verlängern und das türkische Familienleben zu entdecken.
Wir waren in Bodrum und Fethyia. Wir kannten Bodrum bereits, d.h. Sinan und ich, da wir vor 7 Jahren dort waren.
Wir waren von Fethyie und seiner Region, den Bergen und dem Meer, so weit das Auge reicht, tief beeindruckt.
Die Kinder konnten sogar ihre erste Bootsfahrt machen. Sie freuten sich so sehr, dass sie dachten, sie seien Piraten.
Das Ganze fühlte sich eher wie ein Urlaub als eine Weltreise an. Sinan führt allerdings eher das Leben eines digitalen Nomaden als das eines Weltreisenden. Der Schulrhythmus für die Kinder ist im Moment auch eher unregelmäßig, aber ich hoffe, dass wir es schaffen, in Zukunft regelmäßiger zu sein. Wir reden uns ein, dass sie trotz allem in der Schule des Lebens jeden Tag etwas Neues lernen und stellen fest, dass sich ihr Türkischniveau deutlich verbessert hat, sogar meines. Ich spreche die Sprache zwar immer noch nicht, aber ich verstehe jetzt 30 % davon.
Jetzt wird es aber wieder ernst. Wir stehen kurz vor unserer Abreise in die Vereinigten Staaten, und wie seit Beginn dieses Abenteuers ist nichts geplant/gebucht, außer unseren ersten Tagen bei meiner Schwester und ihrem Mann in Boston. Wir müssen uns langsam an die Sache herantasten. Im Moment packen wir wieder, wie wir es diesen Monat mindestens einmal pro Woche getan haben, und wir können es kaum erwarten, Tata Kiki und Antoine zu sehen!

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